Häufige Fragen und Antworten
Die folgenden Fragen und Antworten sind das Ergebnis unserer Erfahrungen. Sich eine 2. oder 3. Meinung einzuholen kann nie verkehrt sein. Wir erheben nicht den Anspruch der Vollkommenheit!
Photovoltaik oder Fotovoltaik?
Die neue Rechtschreibregelung sieht laut Duden "Photovoltaik" vor. Man darf aber auch "Fotovoltaik" schreiben. Der Suchmaschinenkompatibilität wegen, verwenden wir auf unseren Internetseiten deshalb ab und zu die von einigen Interessenten verwendete Schreibweise "Fotovoltaik".
Was heißt Kilowatt peak (kWp)?
Kilowatt peak bezeichnet die Spitzenleistung einer Solarstromanlage oder eines Solarmoduls. "Peak" bedeutet die Leistung bei einer Lichtstärke von 1.000 Watt/qm und einer Temperatur von 25°.
Wie muss mein Dach ausgerichtet sein?
Einen optimalen Ertrag liefert eine Dachfläche in südliche Richtung mit etwa 30° Neigung. Andere Neigungen und Richtungen sind auch problemlos möglich. Verschattungen müssen allerdings vermieden werden.
Wie viel bringt eine Solarstromanlage?
Im Mittel erzeugt eine netzgekoppelte Anlage in Deutschland jährlich etwa 900 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom pro Kilowatt peak (kWp) Leistung. An Standorten mit viel Sonnenschein können es 10 % mehr, an anderen bis zu 10 % weniger Ertrag sein. Zusätzlich schwangt die Sonneneinstrahlung um bis zu 10 % von Jahr zu Jahr. Auch die Art des Moduls ist entscheidend. Bei uns im Norden rechnet man mit 800 Sonnenstunden im Jahr, im südlichen Raum kann es weitaus mehr sein. Einen kleinen Überblick über Ihre evtl. Einkünfte finden sie hier.
Bringen Module in wärmeren Gegenden mehr
Leistung?
PV-Anlagen laufen bei 25° optimal. Auch wenn der Anteil der Sonnenstrahlen am Äquator höher als in unsern Breiten ist, mindern die hohen Außentemperaturen den Ertrag der Anlage durch die Erhitzung der Module erheblich.
Ist die Energiegewinnung auch ohne Sonne möglich?
In unseren Breitengraden scheint in der Hälfte des Jahres die Sonne nicht. Trotzdem reicht auch das diffuse Licht, das durch die Wolken auf die Solarzellen fällt, um Strom zu gewinnen. Eine Stunde Sonnenschein reicht, um pro Quadratmeter eine Kilowattstunde zu erzeugen. Ist es dagegen stark bewölkt, dauert es etwa 20 Stunden um die gleiche Menge Strom zu erzeugen. Dies muss man bei der Planung einer Solaranlage berücksichtigen. Wie effizient und damit energiesparend eine Solaranlage ist, hängt von der eingesetzten Technik und natürlich von der Lage der Solarzellen ab.
Wie groß sollte eine Solarstromanlage sein?
Je größer eine Anlage ist, desto kostengünstiger wird die Anschaffung, da viele Teile nur einmal pro Anlage anzuschaffen sind (Zählerkasten, Einspeisezähler, evtl. Datenlogger). Ein Wechselrichter versorgt immer mehrere Solarmodule. Grenzen sind hier nicht gesetzt, da beliebig viel Solarstrom ins Netz eingespeist werden kann.
Wie viel Energie muss zur Produktion einer
Fotovoltaikanlage aufgewandt werden?
Auch hier kommt es wieder auf die Solarmodule an (Siliziumkristallscheiben oder Dünnschichtmodule). Bei Dünnschichtmodulen rechnet man, dass diese Energie in 2 Jahren wieder eingeholt wurde.
Wie hoch ist die Lebensdauer einer
Fotovoltaikanlage?
Hersteller von Solarmodulen bieten Leistungsgarantien zwischen 10 und 25 Jahren. Die Lebensdauer von Photovoltaik- Modulen liegt bei über 30 Jahren. Wechselrichter müssen allerdings nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden.
Muss eine Fotovoltaikanlage baulich
genehmigt werden?
Nur wenn Sie die Anlage auf einem denkmalgeschützten Gebäude errichten wollen, wird eine Baugenehmigung eingeholt. Auch Freiflächenanlagen sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.
Wie hoch ist der Betriebs- und Wartungsaufwand?
Solarstromanlagen arbeiten fast wartungsfrei. Der von der Anlage verbrauchte Strom kommt direkt aus der eingespeisten Energie. Lediglich 150 bis 200 Euro müssen Sie im Jahr für eine Betreiberhaftpflicht und Elektronikversicherung berücksichtigt werden.
Was kostet eine Fotovoltaikanlage?
Derzeit müssen Sie mit Preisen zwischen 4.500 und 6.000 Euro pro kWp Leistung incl. Installation rechnen. Achten Sie aber nicht nur auf den Preis sondern auch auf die Ausbeutung der Module und die Garantiezeiten, selbstverständlich auch auf die Kompetenz des Verkäufers/Unternehmen.
